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Der Fremde im Wirtshaus

Fáfnyr sah auf, als die Tür des Wirtshauses sich erneut öffnete, doch wieder war es nicht der erwartete Kurier. Er hasste es, wenn seine Informanten sich verspäteten. Vor drei Tagen hatte ihm der alte Bauer am Rande von Frekmen den entscheidenden Hinweis gegeben. Er sollte hier im Wirtshaus zum gehörnten Eber auf einen Jüngling mit schwarz gelocktem Haar treffen, welcher ihm eine Karte geben sollte. Ein Stück Papier, welches er schon seit einem halben Jahr suchte. Fáfnyr kannte sich in den Wäldern zwischen Daradain und Tirgat bestens aus, jedoch war die Karte, die er suchte keine gewöhnliche Karte.
Plötzlich drehte sich der bärtige Mann, welcher gerade das Wirtshaus betreten hatte zu ihm um. Sein blick war klar und stechend. Er sah Fáfnyr für einen kurzen Moment lang an und wandte sein Gesicht dann zur Theke, an der die füllige Wirtin gerade damit beschäftigt war, ihm ein Bier zu zapfen. Der seltsame Mann nahm das Bier, legte eine kupferne Münze auf den Tresen, drehte sich um und setzte sich mit seinem Bier an einen Tisch, welcher in Fáfnyrs Nähe stand. Fáfnyr beobachtete den Fremden und merkte sich dabei seine Gesichtszüge. Sein Bart war so buschig, dass vom Gesicht kaum etwas zu erkennen war, seine Haut war jedoch noch sehr glatt und seine Augenbrauen waren im Verhältnis zum Bart etwas zu schmal. Fáfnyr begriff. Der Bart des Mannes war falsch. Er schien auch nicht so alt zu sein, wie er vorgab. Unter seiner Mütze lugten ein paar schwarze Locken hervor. Fáfnyr stand auf und setzte sich dem Fremden gegenüber. „Melvin, nehme ich an. Ich hätte mir denken müssen, dass Ihr versuchen würdet mich vor unserer ersten Begegnung auszuspionieren.“, sagte Fáfnyr mit dem Anflug eines Lächelns auf den Lippen. „Ihr wolltet sichergehen, dass ich Euch nach unserem Geschäft nicht einfach aufknüpfe. Doch seid unbesorgt. Ich bin erstens nicht daran interessiert, euch zu betrügen und zweitens würde dies hier zu viel Aufsehen erregen.“. Entweder hatte sich der Mann sehr gut unter Kontrolle, oder er war wirklich nicht überrascht, dass Fáfnyr ihn erkannt hatte. „Wohl überlegt“, sagte der Fremde, „Da Ihr meinen Namen bereits kennt, würde ich es begrüßen, den eurigen auch zu erfahren.“. Fáfnyr, welcher sein Schwert in seinem Versteck zurückgelassen hatte, jedoch mit zwei Messern und einem kleinen Beil, welches unter seinem Wams in seinem Gürtel steckte, bewaffnet war, antwortete „Meinen Namen werde ich euch bald verraten, jedoch sollten wir diesen Ort schnell verlassen, denn ich bin nicht der einzige, welchem an Eurer Zeichnung gelegen ist.“. Mit diesen Worten nahm er sein Bündel, stand auf und zog Melvin die Treppe zu den Gästezimmern hinauf.
21.12.07 23:49





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